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Hand am Heinzungsthermostat

Unser Wissen für Sie

In dieser Rubrik finden Sie unsere Tipps zum Sparen von Wasser und Wärme, aktuelle Gerichtsurteile sowie Antworten auf häufig gestellte Fragen.
Aktuelle News, Spartipps, Urteile und Verordnungen

Wissenswertes

Energie und Wasser zu sparen geht uns alle an. Nicht nur in Zeiten mit hohen Energiepreisen dient energiebewusstes Verhalten dem praktischen Umweltschutz und der Schonung von Energievorräten. Mit der verbrauchsabhängigen Abrechnung der Wärme- und Wasserkosten wird schon ein ganz erheblicher Beitrag zur Energieeinsparung geleistet. Nachweislich wird allein durch das Vorhandensein von Heizkostenverteilern und Wasserzählern sehr viel Energie und Wasser eingespart - und das selbst bei modernsten Heizanlagen. Der Grund: Jeder hat von seinem eigenen Verbrauchsverhalten auch einen finanziellen Vorteil. Eine pauschale Abrechnung, wie zum Beispiel nach Quadratmetern, bietet diesen Anreiz nicht und Energie und Wasser wird dann häufig verschwendet.

Es gibt unzählige Möglichkeiten zur Energie- und Wassereinsparung. Hier möchten wir Ihnen mit unserer Erfahrung aus Jahrzehnte langer Abrechnungspraxis ein paar Tipps zum sparsamen Umgang mit der teuren Energie geben. Es ist möglich, Heizenergie, Wasser und Strom ohne Komfortverlust zu sparen, wenn Sie auf ein paar Dinge achten.
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Allgemeine Nachrichten

Neue Eichgebühren und Konformitätsentgelte


Die Mess- und Eichgebührenverordnung wurde am 30.04.2019 geändert und am 07.05.2019 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Die damit verbundene Anpassung der Eichgebühren und Konformitätsentgelte gilt ab dem 08.05.2019 bzw. 01.01.2021.

Kalt- und Warmwasserzähler
bis Qn 6,0 m³/h (Q3 10,0 m³/h)          
alt: 8,40 €              neu: 9,30 €            neu ab 01.01.2021: 9,90 €

über Qn 6,0 m³/h (Q3 10,0 m³/h) bis Qn 10,0 (Q3 16,0 m³/h)
alt: 11,80 €            neu: 13,00 €          neu ab 01.01.2021: 13,90 €


Wärmezähler
bis Qn 6,0 m³/h (qp 6,0 m³/h)
alt: 35,40 €           neu: 39,10 €           neu ab 01.01.2021: 41,70 €

über Qn 6,0 m³/h (qp 6,0 m³/h) bis Qn 10,0 m³/h (qp 10,0 m³/h)
alt: 38,80 €           neu: 42,80 €           neu ab 01.01.2021: 45,70 €

Energiesparen

Lüften


Lüften Sie immer kurz und kräftig, am besten mit Durchzug. Sehr wirtschaftlich ist ein schneller Luftwechsel, indem Sie Fenster oder Balkontüren kurze Zeit weit öffnen, dabei aber die Heizkörperventile zudrehen. Damit wird ein zu starkes Auskühlen der Wände und Möbel verhindert und es ist weniger Heizenergie zur Wiedererwärmung nötig.
Eine Dauerlüftung, z. B. durch gekippte Fenster oder fehlende Fensterdichtungen, ist größte Energievergeudung, da ein sehr großer Teil der Wärme nach außen entweicht, besonders dann, wenn sich der Heizkörper unter dem gekippten Fenster befindet. 2-3 mal am Tag mit weit geöffneten Fenstern für 5-10 Minuten durchlüften ist am wirtschaftlichsten. Natürlich sollten Sie dabei die Heizkörperventile herunter drehen. Auch innenliegende Entlüftungen (z. B. in Toiletten) müssen nicht immer ganz offen sein. Gerade hier wird durch den Kamineffekt viel teure Warmluft abgezogen. Ganz schließen soll man innenliegende Lüftungen aber auch nicht, da sonst keine Feuchtigkeit mehr abgeführt werden kann und Schimmelpilzbildungen die unangenehme Folge ist.

Raumtemperatur


Ob man sich behaglich fühlt, hängt von vielen Faktoren ab. Bewegung, Alter, aber auch die seelische und körperliche Konstitution sind nur einige davon. Ganz wesentlich ist aber die Bekleidung. Wer während der Heizperiode in seiner Wohnung in leichter Bekleidung herumlaufen will, braucht eine sommerliche Raumtemperatur von 22 °C und mehr. Die kann ihm nur die Heizung liefern, und das kostet Geld. Denn: Wenn Sie die Raumtemperatur nur um 1 °C senken, sparen Sie rund 6 % Heizenergie!
Im Laufe der Zeit kann so einiges zusammenkommen, wenn man sich dazu entschließt, auch in der Wohnung lieber mal etwas wärmende Kleidung zu tragen, um so die Abgabe der körpereigenen Temperatur zu verringern. Das gilt besonders dann, wenn man nur herumsitzt und keine Bewegung hat, z. B. abends beim Fernsehen. Bei fehlender Bewegung empfindet man schnell selbst eine Zimmertemperatur von über 20 °C als kalt. Der Griff zum Heizkörperventil ist dann zwar eine bequeme Abhilfe, aber auch eine teure. Passen Sie die Temperaturen der Raumnutzung an.

Richtwerte für die Raumtemperatur:

Wohnzimmer:   ca. 20 °C
Schlafzimmer:   ca. 16-17 °C
Badezimmer:     ca. 22 °C
Küche:                 ca. 18 °C

Luftfeuchtigkeit


Das menschliche Temperaturempfinden ist sehr individuell. Friert eine Person bei 20 °C, so ist das einer anderen schon zu warm. Allgemein gültig ist aber, dass feuchte Luft wärmer empfunden wird als trockene Luft. Bekannt ist dieses Phänomen von schwülen Sommertagen, die als viel wärmer empfunden werden als Tage mit gleichen Temperaturen, aber trockenerer Luft. Es ist also sinnvoll, wenn Sie eine gesunde Luftfeuchtigkeit halten. Luftbefeuchter oder Grünpflanzen sind dafür bestens geeignet. Es muss nicht immer ein vollelektronischer Luftbefeuchter sein. 35-60 % relative Luftfeuchte werden von den meisten Menschen als angenehm empfunden. Sie sparen damit nicht nur teure Heizenergie, sondern Sie tun auch etwas für Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden. Auch macht zu trockene Heizungsluft die meisten Menschen anfälliger für Infektionen der Atemwege. Achten Sie aber darauf, dass die Luftfeuchtigkeit 50-60 % nicht dauerhaft überschreitet. In den letzten Jahren nehmen Schimmelschäden durch übertriebenes Sparen und mangelndes Lüften stetig zu.

Wärmestau


Damit ein Heizkörper seine optimale Leistung abgeben kann, ist eine gute Luftzirkulation (Konvektion) notwendig. Sind Ihre Heizkörper mit dicken Vorhängen zugehängt oder mit Möbeln oder Heizkörperverkleidungen zugebaut, kann die Wärme nicht ungehindert in den Raum gelangen, weil der freie Zirkulationsweg verbaut ist. Die Wärme staut sich hinter diesen Barrikaden, wird stärker durch die Außenwand abgestrahlt und kann nur schlecht in den Raum. Man muss schon aus diesem Grund unnötig mehr heizen.
Durch den Wärmestau hinter Möbeln und Gardinen nimmt aber auch der Wärmeverlust durch das Mauerwerk und die Fenster erheblich zu. Sie müssen auch aus diesem Grund stärker heizen. Möbel und Gardinen gehören nicht vor die Heizkörper - auch wenn es schöner aussieht. Zur Vorsicht ist deswegen auch bei der Anbringung von Heizkörperverkleidungen geraten, die - je nach Bauart und Typ - einen Mehrverbrauch bis zu 15 % bedeuten können. Achten Sie unbedingt darauf, dass die Luftzirkulation um den Heizkörper nicht gehemmt wird. Eine Untersuchung des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik bewies bei vollständig mit Vorhängen zugehängten Heizkörpern einen Mehrverbrauch von 40 %.

Wärmeverluste an Fenstern


Ein Fenster hat trotz inzwischen guten k-Werten noch lange nicht die Isolationswirkung einer massiven Wand. Vermeiden Sie an Fenstern die hohen Wärmeverluste so gut es geht. Lassen Sie bei Einbruch der Dunkelheit nach Möglichkeit die Rollläden ganz herunter oder ziehen Sie wenigstens die Übervorhänge zu (wenn Sie damit nicht gleichzeitig die Heizkörper abdecken). Damit können Sie hohe Abstrahlungsverluste vermindern und viel Energie sparen. Mit zugezogenen Vorhängen und gleichzeitig heruntergelassenen Rollläden lassen sich die Wärmeverluste durch das Fenster um ca. 50 % senken.

Zugluft


Wenn es, vor allem in Altbauten, in der Wohnung bei geschlossenen Fenstern und Türen trotzdem noch zieht, ist das ein untrügliches Zeichen für mangelhafte Dichtungen. Im Sommer spielt das kaum eine Rolle - im Winter kann es dagegen richtig teuer werden. Bedenken Sie bitte, dass die Kunststoffdichtungen in Fenstern und Türen im Lauf der Jahre porös und damit undicht werden. Eine Erneuerung ist dann unbedingt nötig. Unangenehme Zugluft unter der Wohnungstür lässt sich z. B. durch eine einfache Dichtungsbürste, die man im nächsten Baumarkt bekommt und die an der Unterkante der Tür angebracht wird, wirkungsvoll verhindern. Auch für Fenster sind vielfältige Erneuerungen für defekte Dichtungen erhältlich. Solche kleinen Investitionen haben sich meistens schon nach einer Heizperiode amortisiert.

Moderne Thermostatventile


Thermostatventile sollen eine eingestellte Raumtemperatur halten. Das Ventil öffnet, wenn die Einstellung unterschritten wird, das Ventil schließt, wenn die Temperatur erreicht ist. Wird der Heizkörper zugebaut oder zugehängt, kann das Thermostatventil nicht mehr die Raumtemperatur erfassen, sondern nur noch die erhöhte, gestaute Wärme. Um zur gewünschten Raumtemperatur zu kommen, muss die Einstellung höher gewählt werden, als eigentlich erforderlich wäre. Die Funktion des Thermostatventils ist gestört. Der gewünschte Einsparungseffekt ist nicht mehr möglich. Lässt sich eine Verbauung nicht verhindern, so sollten Sie den Heizkörper nach Möglichkeit gar nicht anstellen oder Thermostatventile mit Fernfühlern verwenden.
Bei Thermostatventilen am Heizkörper und gleichzeitig gekippten Fenstern tritt ein zusätzliches Problem auf: Die kalte Außenluft fällt auf das Thermostatventil und täuscht dem Gerät damit einen kalten Raum vor. Das Thermostatventil versucht, die eingestellte Raumtemperatur zu halten und öffnet. Wärme wird dem Heizkörper zugeführt. Meistens verschwindet diese Wärme aber durch das offene Fenster gleich wieder nach außen. Bedenken Sie, dass herkömmliche Thermostatventile eine Frostschutzsicherung haben, die schon bei Umgebungstemperaturen um 6-10 °C öffnen. Diese Temperaturen haben Sie schnell durch die einströmende Kaltluft am Thermostatventil. Die Folge ist eine oft unbemerkte, vom Messgerät aber registrierte Wärmeabgabe.

Beheizen von Allgemeinräumen


Trockenräume, Waschküchen und Treppenhäuser sind besondere Schwachpunkte. Hier wird in Mehrfamilienhäusern oft unkontrolliert geheizt, weil viele meinen, dass es sie selbst nichts kostet. Dabei gehen die Kosten dieser Allgemeinräume in die Heizkostenabrechnung von jedem Einzelnen ein. Alle sollten deshalb ein Interesse an sinnvoller Beheizung haben. Im Winter sollten auch alle Hausbewohner darauf achten, dass Fenster im Treppenhaus, im Trockenraum oder im Dachboden nicht unnötig geöffnet bleiben. Vor allem in Waschküchen, Trockenräumen und im Keller wird häufig viel zu viel gelüftet. Das erhöht die Heizkosten der Mieter in den Erdgeschosswohnungen zum Teil erheblich.

Nachtabsenkung


Eine moderne Heizanlage besitzt schon eine Nachtabsenkung - Sie merken es, wenn es am späten Abend nicht mehr so warm ist wie tagsüber. Achten Sie aber zusätzlich darauf, dass Sie abends vor dem Zubettgehen die Thermostatventile herunter drehen.

Längere Abwesenheit


Bei längerer Abwesenheit, z. B. im Winterurlaub, ist verständlicherweise keine volle Beheizung erforderlich. Trotzdem sollten Sie die Räume nicht zu sehr auskühlen lassen, um Frostschäden zu vermeiden. Außerdem benötigen ausgekühlte Räume wesentlich mehr Heizenergie, um wieder aufgeheizt zu werden. Verzichten Sie in jedem Fall auf eine Dauerlüftung während Ihrer Abwesenheit. Haben Sie Thermostatventile, so stellen Sie diese auf kleine Stellung. Ansonsten öffnen Sie mindestens einen zentralen Heizkörper und halten alle Türen offen. Dadurch bildet sich in der Regel ein ausreichendes Wärmepolster.

Unbenutzte Räume


Beheizen Sie weniger benutzte Räume nur sehr sparsam, achten aber bitte gleichzeitig auf geschlossene Türen zu solchen Zimmern. Ansonsten dringt mit der wärmeren Luft aus den anderen Wohnräumen vor allem beim Baden und Kochen, viel Feuchtigkeit in diese Zimmer ein, die sich dort besonders an den kalten Außenwänden niederschlägt und Schimmelpilzbildung verursacht. Lüften Sie deshalb bei größerer Dampfentwicklung in Ihrer Wohnung etwas häufiger.

Wassersparen

Waschmaschine


Warten Sie mir dem Einschalten bis es sich wirklich lohnt und wählen Sie die passende Temperatur, oftmals genügt es, die Wäsche mit niedriger Temperatur zu waschen.

Moderne Waschmaschine benötigen heute nur noch rund 50 Liter Wasser pro Waschvorgang, eine 25 Jahre alte Maschine benötigt noch die 3-fache Menge.

Spülmaschine


Eine optimale Befüllung des Geschirrspülers  erbringt das beste Kosten-/Nutzenverhältnis. Halbleere Maschinen verschwenden Wasser und Strom ebenso wie das Vorspülen des Geschirrs unter fließendem heißen Wasser.

Moderne Spülmaschinen benötigen heute nur noch etwa 8 Liter Wasser pro Spülgang, eine 10 Jahre alte Maschine benötigt noch über 13 Liter.

Duschen statt Baden


Ein heißes Bad ist unbestritten sehr angenehm, für die Reinigung des Körpers genügt es aber zu duschen.

Wer zudem noch Spar-Duschköpfe verwendet, reduziert den Wasserverbrauch nochmals um bis zu 50% und durch das Abstellen des Wassers während des Einseifens kann man noch mehr sparen.

Wer alle siese Möglichkeiten nutzt, kann bis zu 6 mal duschen bis der Wasserverbrauch so hoch ist wie bei einem Vollbad.

Kalt- statt Warmwasser


Verwenden Sie zum schnellen Händewaschen oder zum Reste vom Geschirr spülen kaltes statt warmes Wasser.

Sie sparen damit etwa 50% der Kosten, denn Warmwasser kostet mehr als doppelt so viel wie Kaltwasser.

Undichtigkeiten


Reparieren Sie tropfende Wasserhahnen umgehend, denn ein Hahn der z.B. alle 5 Sekunden einen Tropfen durchlässt, verschwendet am Tag über 4 Liter Trinkwasser, im Jahr sind das dann über 1.500 Liter.

Ursache für das Tropfen ist oftmals, dass der Hahn zu fest zugedreht wurde und die Dichtung im Laufe der Zeit nicht meht ihre Funktion erfüllen kann.

Schließen Sie den Hahn immer nur soweit, dass gerade kein Wasser mehr fließt und er auch nicht tropft.

Auch am WC können Dichtungen im Laufe der Zeit undicht werden. Ein nicht mehr ganz geschlossener Abgang am Spülkasten lässt pro Tag noch viel mehr Wasser durch als ein tropfernder Wasserhahn, 10 bis 15 Liter in der Stunde sind nicht unüblich,  da sind nach einem Jahr schnell mal 100 m³ mehr verbraucht.
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